Wie du ein gutes Bewerbungsschreiben verfasst

Die richtige Arbeitsstelle zu finden, ist nicht immer einfach. Oft sucht man einige Zeit, bis man den Job gefunden hat, der den eigenen Qualifikationen und Karrierewünschen entspricht. Doch die wahre Herausforderung beginnt erst dann, wenn man eben diese Stelle gefunden hat – denn dann geht es an die Bewerbung. Dabei wird man als Bewerber schnell merken, dass ein guter Lebenslauf und die ausreichenden Qualifikationen nicht alles sind.

In der Regel spielt das Bewerbungsschreiben eine große Rolle. Dieses dient nicht nur dazu, sich der Firma vorzustellen, sondern auch dazu, diese davon zu überzeugen, dass man der perfekte Kandidat für die angebotene Stelle ist. Viele Bewerber scheitern aber genau an diesem Punkt, da sie das Bewerbungsschreiben nicht richtig angehen oder essentielle Punkte auslassen. Doch worauf genau kommt es bei einem Bewerbungsschreiben an und worauf achten die Arbeitgeber?

Nicht nur den eigenen Lebenslauf wiederholen

Viele Bewerber machen den Fehler, in ihrem Bewerbungsschreiben lediglich den Inhalt ihres Lebenslaufs auszuformulieren. So wird gern einfach häufig aufgelistet, wo und wie lange man zur Universität gegangen ist, welche Fächer man belegt hat oder inwiefern das Hauptfach dem Beruf entspricht. Klingt jetzt schon langweilig? Ganz genau. Und vermutlich wird die Personalabteilung dein Schreiben dann nicht einmal bis zum Ende durchlesen, denn hier fehlt es einfach an Kreativität.

Wer ein Bewerbungsschreiben verfasst, sollte grundsätzlich im Hinterkopf behalten, welche Informationen für die Firma interessant und relevant sind. Aus diesem Grund sollten die Eckpunkte, die auch im Lebenslauf zu finden sind, nur beiläufig erwähnt werden. Diese Informationen kennt der Arbeitgeber bereits; diese zu wiederholen, macht deshalb wenig Sinn und bringt der Firma keinen Mehrwert. Man sollte sich vielmehr auf die Aspekte konzentrieren, die der Lebenslauf nicht preisgibt.

Die eigenen Qualifikationen nicht nur aufzählen

Als Bewerber möchte man dem potenziellen Arbeitgeber natürlich mitteilen, welche Qualifikationen und persönlichen Charakterstärken man vorweisen kann. Ein Bewerbungsschreiben eignet sich dazu ideal, zumindest dann, wenn man es richtigmacht. Viele Bewerber machen dabei aber den beliebten Fehler, die eigenen Vorzüge lediglich aufzuzählen. So geben viele Bewerber zum Beispiel an, dass sie besonders teamfähig sind, eine schnelle Auffassungsgabe haben und ohne Probleme unter Stress arbeiten können.

Du solltest bei diesen Angaben immer beachten, dass es für den Arbeitgeber weniger aussagekräftig ist, wenn du lediglich behauptest, eine bestimmte Fähigkeit zu besitzen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, hier konkrete Beispiele zu nennen. So kannst du beispielsweise schwierige Situationen beschreiben und erläutern, wie du diese gelöst hast und deine Fähigkeiten dabei geschärft hast. Dadurch bleibst du deinem potentiellen Arbeitgeber eher im Gedächtnis und bist viel glaubwürdiger.

Zeige deine Motivation

Jeder Arbeitgeber sucht nach Bewerbern, die hochmotiviert bei der Sache sind. Doch wie kann man dies als Bewerber effektiv vermitteln? Der einzige Weg, um einem Arbeitgeber vor dem Vorstellungsgespräch zu zeigen, dass man ein besonders hohes Maß an Interesse und Motivation für die jeweilige Stelle hat, ist durch das Bewerbungsschreiben. Auch hier gilt: Schreibe nicht bloß in einem Satz, dass du motiviert bist. Erkläre genau, wieso du motiviert bist.

Werde also konkreter und vermittle deinem Arbeitsgeber auf glaubwürdige Weise, wieso du so viel Interesse an dem Job hast. So kannst du zum Beispiel darauf eingehen, auf welche Aspekte du dich besonders freust oder welche Herausforderungen dich genau reizen. Auch die eigenen Schwächen können hier als Motivation angegeben werden, denn du kannst auf charmante Art und Weise ausdrücken, dass du dich in bestimmten Bereichen gern weiterbilden möchtest.

Das Bewerbungsschreiben an die Stelle anpassen

Obwohl man in einem Bewerbungsschreiben gerne so viel wie möglich über sich selbst angeben möchte, um dem Arbeitgeber ein besonders gutes Bild zu vermitteln, ist dies nicht immer vorteilhaft. Wenn du außerdem Schreiben an verschiedene Unternehmen schickst, solltest du dir etwas mehr Zeit nehmen, um jede Bewerbung individuell anzupassen. Achte also darauf, welche Qualifikationen und Erfahrungen besonders gut zu der Stelle passen. Dazu kannst du deine Angaben einfach mit der Stellenausschreibung abgleichen.

Die korrekte Anrede und Form nutzen

So wichtig der Inhalt des Bewerbungsschreibens auch ist, auch auf die allgemeine Form sowie eine angemessene Anrede solltest du achten. So kannst du im Voraus versuchen, herauszufinden, an wen genau das Schreiben zu adressieren ist, anstatt ein generisches Anschreiben zu nutzen. Auch der Abschluss der Bewerbung sollte richtig formuliert sein. Hier sollte man immer höflich bleiben und den Konjunktiv nutzen, wie beispielsweise „Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören”.