Leben und arbeiten in Rumänien

Seit dem EU-Beitritt im Jahr 2007 ist Rumänien als Auswanderungsland immer beliebter geworden. Das Land in Osteuropa ist besonders aufgrund seiner malerischen Landschaften, der spannenden Kultur und Geschichte sowie der aufstrebenden Tourismusbranche ein interessantes Ziel für viele, die sich nach einer neuen Heimat umsehen. Auch die Wirtschaft in Rumänien ist immer mehr im Aufschwung, wodurch es hier viele Karrierechancen in den verschiedensten Arbeitsgebieten gibt.

Ankommen in Rumänien – Meldepflicht und Arbeitserlaubnis

Für EU-Bürger ist es generell sehr unkompliziert, nach Rumänien auszuwandern. Während der ersten drei Monate besteht hier keine Meldepflicht, was die erste Anreise nach Rumänien besonders einfach macht. Während dieser Zeit hat man die Möglichkeit, eine langfristige Aufenthaltserlaubnis zu beantragen, die je nach Antrag und Situation für ein oder zwei Jahre, in manchen Fällen aber auch länger gültig ist. Eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis kann erst beantragt werden, wenn man sechs Jahre in Rumänien gelebt hat.

Als EU-Bürger benötigt man in Rumänien kein Arbeitsvisum, allerdings muss der zukünftige Arbeitgeber beim zuständigen Amt eine Arbeitserlaubnis beantragen, welche im Normalfall innerhalb von 10 Tagen ausgestellt wird. Nach der Ausstellung der Arbeitserlaubnis ist der Arbeitgeber außerdem dazu verpflichtet, innerhalb von zehn Tagen einen begrenzten Arbeitsvertrag aufzusetzen.

Gesundheitssystem in Rumänien

Obwohl Rumänien über ein allgemein gut ausgebautes Gesundheitssystem für seine Einwohner verfügt, muss man als Ausländer im Normalfall selbst für seine Gesundheitsversicherung sorgen. Wer aber beispielsweise in Deutschland über eine Versicherung verfügt, kann eine European Health Insurance Card (EHIC) beantragen, die dann auch in Rumänien genutzt werden kann. Die EHIC ist allgemein in allen EU-Ländern gültig und kann somit auch für weitere Reisen im EU-Ausland genutzt werden.

Wer eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis in Rumänien beantragt, ist allerdings verpflichtet, 6,5% seines Einkommens in Form von Gesundheitsabgaben zu zahlen. Sollte man zu diesem Zeitpunkt noch kein Einkommen in Rumänien haben, zahlt man 6,5% des rumänischen Mindestlohns. Wer diese Abgaben an den Gesundheitsfond zahlt, kann ärztliche Dienste kostenlos in Anspruch nehmen. Dazu muss man sich lediglich bei einer der staatlichen Krankenkassen versichern.

In der Hauptstadt Bukarest und in anderen großen Städten in Rumänien gibt es einige gut ausgestattete Krankenhäuser und zahlreiche Fachärzte. Wenn man aber in eine der ländlicheren Regionen zieht, kann es häufig der Fall sein, dass es dort nur wenige gut ausgestattete Krankenhäuser gibt, da das Gesundheitssystem in den abgelegenen Orten des Landes wesentlich schlechter ausgebaut ist. Wenn man in eine solche Region zieht, sollte man sich in jedem Fall im Voraus über umliegende Anlaufstellen informieren.

Arbeitsmarkt in Rumänien

Der Arbeitsmarkt in Rumänien bietet dank der aufstrebenden Wirtschaft des Landes viele verschiedene Möglichkeiten in den unterschiedlichsten Industrien. In den letzten Jahren haben sich immer mehr große Firmen in Rumänien angesiedelt, die auch häufig nach Angestellten mit deutschen Sprachkenntnissen suchen.

Besonders in der IT-Branche gibt es hier viele verschiedene Jobs, da mittlerweile viele große Firmen wie Microsoft, Amazon oder Oracle Standorte in Rumänien haben. Aber auch andere Bereiche, wie etwa der allgemeine Kundenservice und die Telekommunikationsbranche, suchen hier vermehrt nach deutschsprachigen Angestellten. Dabei ist es zwar von Vorteil, wenn man auch die rumänische Sprache beherrscht, dies ist aber auf keinen Fall ein Muss.

Insbesondere die Hauptstadt Rumäniens, Bukarest, bietet zahlreiche Jobangebote. Aber auch in den ländlicheren Regionen des Landes haben sich einige ausländische Firmen niedergelassen, sodass man auch hier die Möglichkeit hat eine Anstellung zu finden.

Deutsche in Rumänien

Die Anzahl an Deutschen, die in Rumänien leben, hat in den letzten Jahren generell zugenommen. Dabei ist allerdings zwischen deutschen Einwanderern und Rumäniendeutschen zu unterscheiden. Bei Letzteren handelt es sich um traditionelle Siedlungen von deutschsprachigen Minderheiten in Rumänien, die meist eher abseits der Großstädte leben.

Deutsche Einwanderer finden sich dagegen meistens in den Großstädten des Landes, besonders in der Hauptstadt Bukarest. Mittlerweile ziehen jedes Jahr mehrere hundert Deutsche in das osteuropäische Land, die meisten von ihnen um hier einer Arbeit nachzugehen. Aus diesem Grund findet man hier auch einige verschiedene Organisationen und Treffpunkte für Auswanderer in Rumänien, durch die man leicht Gleichgesinnte kennenlernen kann.

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