Gut zu wissen: Sprachzertifikate und Sprachniveaus

Wer eine Fremdsprache lernt und seine Fähigkeiten anderen gegenüber nachweisen muss, braucht ein Sprachzertifikat. Um zum Beispiel zu einem in englischer Sprache durchgeführten Studium zugelassen zu werden, sind nachgewiesene Sprachkenntnisse unverzichtbar.

Auch bei der Bewerbung auf Jobs, bei denen Fremdsprachenkenntnisse wichtig sind, braucht es einen aussagekräftigen Beweis. Dieser wird in Form standardisierter Sprachzertifikate erbracht. Ein Zertifikat lohnt sich also immer dann, wenn die Fremdsprache für die Aus- und Weiterbildung oder für die berufliche Karriere nötig ist.

Sprachkenntnisse und Sprachzertifikat

Sprachkenntnisse sind unverzichtbar für viele Berufe. Wer sein Sprachniveau mit einem anerkannten Sprachzertifikat nachweist, sichert sich gute Chancen auf attraktive Jobs.

Wozu ein Sprachzertifikat?

Mit einem Sprachzertifikat im Lebenslauf grenzen sich Bewerber deutlich ab. Sie weisen zum einen nach, dass ihnen die Wichtigkeit einer Fremdsprache in einer globalisierten Welt bewusst ist. Zum anderen zeigen Sie ihr Engagement. Denn hinter einem Zertifikat steckt viel Arbeit, Interesse und Lernbereitschaft. Potenzielle neue Arbeitgeber erkennen anhand eines Zertifikates, welches dem europäischen Referenzrahmen entspricht, sofort, auf welchem Niveau die Sprachkenntnisse nachweislich stehen.

Steht in einer Bewerbung lediglich die Floskel „sehr gute Englischkenntnisse“ handelt es sich vorwiegend um eine persönliche Einschätzung, die eventuell durch zurückliegende Schulzeugnisse gestützt wird. Zertifikate sind neutral und zuverlässig in ihrer Beurteilung und verschaffen deshalb einen Vorteil. Neue Sprachen zu lernen oder die Sprachkenntnisse zu verbessern und diesen Einsatz durch ein Zertifikat bestätigen zu lassen ist deshalb sehr sinnvoll.

Effektivität von Sprachkursen zur Vorbereitung

Es gibt klassische Sprachkurse in Buchform oder als Online-Sprachkurs, bei der Lernende lesen, schreiben und – online oder per ergänzender CD – die Sprache hören. Diese Art der Wissensvermittlung ist etabliert und bringt solide Ergebnisse. Für Menschen mit viel Zeit und Muße ist das sicherlich eine gute Alternative.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse legen allerdings nahe, dass sich Sprachen besser und schneller lernen lassen, wenn sie in individuell portionierten Lerneinheiten erfolgen. Eine Kombination aus Schreiben, Lesen, Hören und Sprechen ist bei einem Sprachkurs ideal. Mit einer Sprachlern-App wie der von Babbel kommt noch eine weitere Komponente hinzu: der interaktive Faktor. Lernende sprechen selbst und die App kontrolliert die Aussprache. Stimmt sie nicht, fordert sie Wiederholungen, und zwar so lange, bis die Aussprache passt.

Praktisch: Das Smartphone mit der App ist stets dabei, sodass sich auch kleine Zeitfenster nutzen lassen, um eine Übung zu absolvieren. Viele kleine Lerneinheiten führen zu besseren Lernerfolgen.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die App die Schwächen eines Sprachschülers identifiziert und sie in individueller Weise berücksichtigt. Diese Eigenheit führt unter anderem dazu, dass Babbel-Sprachschüler gute und schnelle Ergebnisse erzielen.

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Der europäische Referenzrahmen: Niveaustufen im Überblick

Sprachzertifikate gibt es im Prinzip für jede Fremdsprache in jeweils unterschiedlichen Varianten. Damit die Sprachprüfungen aber länderübergreifend vergleichbar werden, wurde ein europäischer Referenzrahmen für Sprachen ins Leben gerufen. Dieser klassifiziert die Kompetenzstufen nach dem Sprachniveau. Das niedrigste Sprachniveau ist A1 (Anfänger), das höchste Sprachniveau ist C2 (Experte). Die Liste zeigt, welches Wissen für welches Sprachniveau nötig ist.

  • A1 – Anfänger
    Verständnis vertrauter, alltäglicher Begriffe, verstehen und benutzen simpler Sätze, sich vorstellen können und andere nach alltäglichen Dingen fragen, einfache Art der Verständigung
  • A2 – grundlegende Kenntnisse
    Verständnis häufig gebrauchter Ausdrücke und Sätze, kann tiefergehende Informationen nennen und abfragen, ist in der Lage sich in Standardsituation zurechtzufinden und sich sprachlich auszutauschen, kann sich in einfachen Sätzen über Herkunft und Ausbildung sowie Umgebung auszudrücken
  • B1 – fortgeschrittene Sprachverwendung
    Kann Standardsprache verwenden und sich über alltägliche Dinge wie Arbeit, Schule und Freizeit austauschen, kann sich auf Reisen sprachlich gut verständigen und sich über bekannte Themen und persönliche Interessen äußern, ist in der Lage Träume, Hoffnungen und Ziele zu beschreiben, Pläne und eigene Meinung mit Begründung zu formulieren
  • B2 – selbstständige Sprachverwendung
    Komplexe Texte und abstrakte Themen werden verstanden, kann spezielle Fachdiskussionen verstehen, sich fließend und spontan verständigen, Gespräch mit Muttersprachlern auf Alltags-Niveau ist gut möglich, ist in der Lage, sich konkret und verständlich auszudrücken, aktuelle Fragen zu besprechen und einen eigenen Standpunkt vertreten
  • C1 – fachkundige Sprachkenntnisse
    Ist in der Lage, sich über anspruchsvolle Themen auszutauschen und lange, komplexe Texte mit impliziter Bedeutung zu erfassen, sehr gewandt und fließend in der Ausdrucksweise, kann Sprache im Rahmen einer Ausbildung oder im Studium gut einsetzen und flexibel anpassen
  • C2 – annähernd muttersprachliche Kenntnisse

Müheloses Verständnis sämtlicher Sachverhalte, ist in der Lage aus verschiedenen Quellen Informationen zur verstehen und sie miteinander zu kombinieren und wiederzugeben, spontanes Sprechen, flüssige und genaue Ausdrucksweise auch bei komplexen Sachverhalten, Ausdruck mit Bedeutungsnuancen sind möglich

(Quelle: Europäischer Referenzrahmen für Sprachen)

 

Wie lässt sich das aktuelle Niveau feststellen?

Um ein Sprachniveau festzustellen werden spezifische Tests durchgeführt. Diese knüpfen an die jeweiligen Sprachzertifikate des Landes an. Beispielsweise gibt es in der französischen Sprache die Zertifikate DELF und DALF, in der spanischen Sprache zum Beispiel DELE und TELC und in der englischen Sprache das Cambridge Zertifikat oder das TOEFL Zertifikat – um nur einige zu benennen. Um das persönliche Sprachniveau in einer bestimmten Fremdsprache festzustellen, wird also ein konkreter Sprachtest durchgeführt, z. B. der DELF-Test oder der TOEFL-Test, der am Ende zu einer Einstufung in die oben erläuterten Niveaus A1 bis C2 mündet.

Welche Niveaustufe liegt mit dem Schulabschluss vor?

Die Niveaustufe hängt zum einen davon ab, zu welchem Zeitpunkt der Schulabschluss erworben wird und auch wie lange die entsprechende Fremdsprache schon erlernt wurde. Wer beispielsweise nach der zehnten Klasse die Schule beendet, sollte ein englisches Sprachniveau von ungefähr B1 aufweisen. Wer sein Abitur in Englisch macht, verfügt über das Sprachniveau B2. Wird die Sprache im Abitur mit einer sehr guten Note abgeschlossen, kann das Niveau auch bei C1 liegen.

Fazit: Sprachzertifikat eröffnet Berufschancen

Um das tatsächliche, aktuelle Niveau festzustellen, ist ein entsprechender Test unumgänglich. Mit einem soliden Nachweis der Sprachkenntnisse öffnen sich viele Türen und ein Job in einer der 10 besten Orte im Ausland zum Arbeiten rückt in greifbare Nähe.

 

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