Dress-Codes in anderen Ländern

Wie auch in Deutschland gibt es vorgeschriebene aber auch ungeschriebene Kleidervorschriften in anderen Ländern. Diese stimmen manchmal überein mit dem was man in Deutschland gewohnt ist, manchmal aber auch nicht. Generell kann man zwischen offiziellen und inoffiziellen Kontexten unterschieden. Zum Beispiel trägt man bei einer privaten Veranstaltung etwas Anderes als am Arbeitsplatz. Hier sind einige Tipps und Ratschläge, was man bei der Kleiderwahl beachten sollte.

Kleider machen Leute

Der soziale Kontext spielt eine wichtige Rolle beim Blick in den Kleiderschrank. So zieht man bei einem Vorstellungsgespräch eher etwas Seriöses an. Wenn man auf eine Party oder eine Feier eingeladen wird, kann man den Gastgeber im Vorfeld gerne fragen, ob eine spezielle Kleiderordnung erwartet wird. Das kann man übrigens auch tun, wenn man einen neuen Job anfängt und dies im Vorstellungsgespräch nicht genau definiert wurde. Besser vorher fragen als später dumm dastehen.

Weit verbreitet

Im Allgemeinen kann man sagen, dass bestimmte Regeln für offizielle Anlässe länderübergreifend sind. Zum Beispiel ist eine Sonnenbrille drinnen zu tragen eher komisch. Die Ausnahme gilt natürlich, wenn medizinische Gründe vorliegen, die das Tragen der Sonnenbrille erfordert. Eine Kopfbedeckung trägt man generell eher nicht in Innenräumen, wenn sie nicht in einem religiösen Kontext liegt (z. B. Kopftuch, Kippa, etc.). Manchmal werden Designer-Hüte in Innenräumen akzeptiert, das hängt sehr vom Kontext ab. Jeans wird an manchen Arbeitsplätzen genehmigt an manchen aber auch nicht. Das hängt sehr von der Arbeitsbranche ab. Kurze Hosen sind bei offiziellen Anlässen eher unangebracht und auch Röcke sollten nicht zu kurz sein.

Kirchen und anderen religiösen Stätten

Wenn man Kirchen oder andere religiöse Orte besucht, ist es besonders wichtig möglichst wenig Haut zu zeigen. So kann es sein, dass man an einem warmen Ort, wo man draußen in kurzer Hose und trägerlosem Top rumläuft, an einem religiösen Ort ein Tuch über Haupt und Schultern legen sollte. Wenn man ganz streng sein will sollte man auch die Wahl der Schuhe bedenke. Zum Beispiel sind Sandalen und Sportschuhe an religiösen Orten eher zu vermeiden. In den meisten Kirchen, z. B. im Vatikan, müssen Schultern und Knie bedeckt sein, also keine kurzen Hosen und trägerlosen Tops. Das gleiche gilt für Moscheen, jedoch sind dort die Vorschriften noch strenger. In manchen Ländern, müssen Frauen ein Kopftuch in der Moschee tragen. Für jeden Besucher gilt außerdem: Schuhe aus beim betreten der Moschee. Über die geltenden Regeln informiert man sich am besten vorab.

Restaurants und Clubs

Was man anzieht, wenn man in einem Restaurant geht oder einen Club besuchen will, hängt sehr davon ab welche Art es ist und in was man sich selber wohl fühlt. Es geht ja in diesen Orten meist um sozialen Austausch, da will man sich nicht den ganzen Abend am Hosenbein zuppeln, weil es zu eng sitzt. Die meisten Restaurants haben keine bestimmte Kleiderordnung, wenn es nicht exklusive, 5 Sterne Restaurants sind. Ein gesunder Menschenverstand zeigt einem meist die richtige Richtung an, so sollte man natürlich nicht nur in Bikini und Badehose zum Essen gehen. Im Zweifel ist es am besten Einheimische zu fragen. Bei Clubs gilt das gleiche, je teurer und exklusiver, desto schicker sollte die Kleidung sein. Es gibt Clubs, bei denen Turnschuh- und Jeansträger abgewiesen werden.

Alltag

Die meisten westlichen Länder haben keine spezielle Kleiderordnung für den Alltag. Man stellt aber oft fest, wenn man erstmal woanders lebt, dass es eine ungeschriebene Kleiderordnung gibt, die nicht unbedingt mit seiner gewohnten übereinstimmt. Genauso ergeht es übrigens Menschen, die von anderen Ländern nach Deutschland ziehen und sich über den praktischen Kleidungsstil wundern. Kleidung ist auch eine Art sich selbst und seine Persönlichkeit visuell zu kommunizieren. Deshalb sollte jeder selbst entscheiden, ob man sich im Alltag seinem Umfeld anpassen will oder sich abheben will.

In der Arbeitswelt

In manchen Berufen gibt es bestimmte Kleiderordnungen oder Uniformen. Bevor man den ersten Tag im neuen Job antritt ist es eine gute Idee, den Vorgesetzten zu fragen, wenn man sich unsicher ist. Es gibt Unternehmen (z. B. wie in einem Call-Center oder den Kundendienst per Telefon und E-Mail-Korrespondenz), in denen man nicht Kunden persönlich trifft, aber trotzdem kann es sein, dass es eine Kleiderordnung gibt. Den aktuellen Dress-Code zu ignorieren könnte Probleme mit dem Vorgesetzten geben. Ist der Dress-Code frei und man ist sich trotzdem unsicher was man anziehen soll, könnte man andere Kollegen fragen oder als Inspiration nehmen. Weiß man nichts genaues über den Dress-Code oder gibt es keinen, sollte man sich am ersten Tag eher etwas formeller als gewöhnlich anziehen und beobachten, was die Kollegen so tragen.

Das Interview

Egal ob das Interview ein persönliches Gespräch mit einem potenziellen Arbeitgeber oder zu einer digitalen Sitzung (z. B. Skype), ist es wichtig, dass man darüber nachdenkt was man anzieht. Was genau hängt sehr von der Art der Arbeit ab. Handelt es sich um eine Stelle bei einer Bank, sollte man sich eher klassisch kleiden, handelt es sich um einen Job als Erzieher für Kinder scheint etwas bequemere Kleidung eher angemessen. Jeans und T-Shirt sind allerdings eher ungeeignet. Mit einer schwarzen oder grauen Hose und einem Hemd oder einer Bluse kann man nichts falsch machen.