Dinge, die du vermeiden solltest, wenn du im Ausland lebst

Wer Deutschland den Rücken kehrt, muss sich darauf gefasst machen, mit vielen Veränderungen auf einmal konfrontiert zu werden. In den meisten Fällen unterscheidet sich das neue Land nämlich nicht nur geografisch und landschaftlich, sondern auch kulturell sehr von dem gewohnten Umfeld. So entdeckt man hier häufig völlig andere Sitten und Bräuche, Spezialitäten, Gewohnheiten oder Religionen. Das ist einerseits sehr spannend, kann aber auch zunächst zu Unsicherheiten oder gar Ablehnung führen.

Leider kommt es deshalb nicht selten vor, dass so mancher Auswanderer auf die Dinge zurückgreift, die er oder sie aus der Heimat kennt. Natürlich ist es völlig normal, dass man ab und zu die gewohnten Dinge von zu Hause vermisst, aber: Wer nur den alten Gewohnheiten folgt, könnte das Beste am Auslandsaufenthalt verpassen. Hier sind einige der Dinge, die man definitiv vermeiden sollte, wenn man im Ausland lebt.

Sich nur mit den eigenen Landsleuten umgeben

In den meisten Fällen findet man auch im Ausland immer Leute, die aus dem eigenen Heimatland kommen. Natürlich ist es zunächst einmal wesentlich einfacher, sich mit Menschen aus dem eigenen Land anzufreunden. Immerhin gibt es hier keine kulturellen Missverständnisse oder sprachliche Barrieren, die es zu überwinden gilt, und man fühlt sich gleich wieder wie zu Hause. Doch genau in diesem Punkt liegt auch das Problem.

Wer sich nur mit den eigenen Landsleuten umgibt, verpasst die Chance, das jeweilige Land und seine Menschen wirklich kennenzulernen. Auch wenn es am Anfang schwierig erscheint, mit den Einheimischen warm zu werden, lohnt es sich, über den eigenen Schatten zu springen. Wer die Menschen eines Landes kennenlernt und sich mit ihnen anfreundet, erlebt die Kultur und Gewohnheiten des Ortes auf völlig neue Weise und wird sich willkommener und heimischer fühlen.

Nur die gewohnten Restaurants besuchen

So ziemlicher jeder kennt es: Man steigt aus dem Flieger, betritt den Flughafen in einem völlig neuen Land und das Erste, was man sieht, sind die großen und bekannten Restaurant-Ketten, die es überall auf der Welt zu finden gibt. Doch wer ins Ausland zieht, sollte sich davon auf keinen Fall anlocken lassen, denn meistens ist das Essen eines Landes ein großer Teil von dessen Kultur und Tradition.

Zum Kennenlernen eines Landes gehört es auch, die Spezialitäten zu probieren. Generell kann man beispielsweise beobachten, wo sich viele Menschen aufhalten: In den Restaurants, in denen es voll von Einheimischen ist, erhält man in der Regel einen guten Einblick in die Esskultur. Zusätzlich kann man sich über verschiedene Speisen und Getränke des Landes informieren und zum Beispiel bestimmte Gerichte auf traditionelle Weise zu Hause nachkochen.

Immer am gleichen Ort bleiben

Wer dann den mutigen Schritt gewagt hat, ins Ausland zu ziehen, ist zunächst einmal damit beschäftigt, sich in dem neuen Land zurechtzufinden und einzuleben. Sobald man erstmal eine Wohnung gefunden und sich häuslich eingerichtet hat, ein paar Freundschaften geschlossen sind und die neue Stadt gar nicht mehr so fremd wirkt, neigen viele Auswanderer dazu, in dem nun so sicheren und bekannten Umfeld zu bleiben.

Möchtest du ein Land aber wirklich mit all seinen Facetten kennenlernen, so vermeide diesen Fehler. Im Ausland zu leben, bedeutet auch, dass man die Chance dazu hat, ein Land in seiner ganzen Vielfalt zu erkunden. Aus diesem Grund solltest du so häufig wie möglich versuchen, das gewohnte Umfeld zu verlassen und neue Orte zu besuchen. So bleibt es spannend und gleichzeitig trägt die Neugierde dazu bei, sich schneller heimisch zu fühlen.

Das eigene Budget aus den Augen verlieren

Ein anderes Land verspricht in jedem Fall viel Abwechslung und Spaß, besonders am Anfang entsteht häufig ein Urlaubsfeeling. Man findet neue Freunde, besichtigt die verschiedenen Sehenswürdigkeiten und genießt das Nachtleben. Natürlich gehört diese anfängliche Euphorie dazu, es ist dabei aber wichtig, dass man das eigene Budget nicht aus den Augen verliert. Es macht häufig auch Sinn, immer genug Geld für einen eventuellen Rückflug parat zu haben.

Sich nicht auf die Erfahrung einlassen

Im Großen und Ganzen geht es bei einem Auslandsaufenthalt vor allem um die Erfahrungen, die man sammelt. Wer sich zu viele Gedanken macht, Angst vor neuen Dingen hat oder zu sehr an alten Gewohnheiten festhält, dem entgeht hier einiges. Der letzte wichtige Tipp ist deshalb, den Aufenthalt im Ausland einfach zu genießen. Statt dich darauf zu versteifen, was im Ausland anders läuft und welche deutschen Gepflogenheiten du vielleicht vermisst, solltest du dich einfach so gut und vorurteilsfrei wie möglich auf die Menschen, die Kultur und die Erfahrung einlassen.