Budgetplanung vor dem Auswandern

Du willst auf neue Abenteuer ins Ausland? Dann steht dir eine aufregende und leider auch teure Zeit bevor. Auswandern kostet natürlich Geld, und bei den vielen Ausgaben können die ein oder anderen Kosten vergessen werden. Um böse Überraschungen zu vermeiden haben wir eine Checkliste zusammengestellt mit finanziellen Ausgaben, an die du denken solltest.

Lebenshaltungskosten

In jedem Land, manchmal auch in verschiedenen Städten innerhalb eines Landes, können die Lebenshaltungskosten variieren. Darunter fallen z. B. Miete, Essen, öffentliche Verkehrsmittel und vieles mehr. Du solltest dich vorher genau informieren, wie die durchschnittlichen Preise in deinem Wunschland aussehen.

Einkommen

Wie viel du realistisch erwarten kannst für welchen Job, hängt ganz davon ab, wo du dich auf welche Position bewirbst. Bei der Bewerbungsvorbereitung bzw. bei dem ersten Interview kannst du vielleicht schon herausfinden, wie das Gehalt bei der gewählten Position aussehen wird. Kommst du damit gut um die Runden? Wie viel gibst du momentan durchschnittlich aus. Vergleiche dies mit dem Lebensunterhaltskosten, die dich in dem neuen Land erwarten (s. Punkt 1).  Du kannst auch im Internet recherchieren, was andere Leute mit ähnlichen Erfahrungen und in ähnlichen Positionen verdienen, um eine gewisse Vorstellung zu erhalten. Dabei ist es besser, sich am unterem Durchschnitt zu orientieren.

Erspartes

Falls du vorhast dich auf neue Abenteuer zu machen, bevor du ein festes Jobangebot hast, macht es Sinn Erspartes zur Verfügung zu haben. Damit verhinderst du, dass du plötzlich auf der Straße landest. Du solltest einen Puffer für die ersten 2-3 Monate einplanen, um genügend Zeit für die Jobsuche und zum Einleben zu haben, ohne zu sehr unter Druck zu geraten. Hier lohnt es sich insbesondere vorher die durchschnittlichen Lebensunterhaltskosten zu recherchieren, damit man eine grobe Vorstellung bekommt, wie viel man durchschnittlich pro Monat braucht.

Umzugskosten

Wenn es nun soweit ist und man den Umzug vorbereitet, sollte man sich überlegen wie lange man ungefähr vorhat in dem Land zu bleiben. Will man nur für 6-12 Monate kommen, braucht man vielleicht nicht jedes Buch/Platte mit rüber zu nehmen. Vielleicht macht es dann mehr Sinn Nicht-Alltagsgegenstände bei Eltern und Freunden oder in einem Lager unterzubringen. Ein Lager kostet zwar auch Geld, aber vielleicht weniger, als ein großer Umzugstransport.
Hinzu kommen dann noch die Kosten für den eigentlichen Umzug. Es gibt Arbeitgeber, die neuen Mitarbeitern hierbei finanziell unter die Arme greifen. Fragen schadet da sicher nicht. Je nachdem was man alles mitnimmt, sollte man verschiedene Umzugsunternehmen vergleichen. Die beraten einen meist auch gerne, was die Verpackung/Umzugskartons angeht.

Die ersten Wochen

Es kann sein, dass du erst das Jobangebot bekommst, aber noch keine Wohnung hast, wenn du umziehst. Hierfür sollte man sich schlau machen, wie viel es ungefähr kostet in einem Hotel oder einer Jugendherberge unterzukommen. Außerdem könnte es einige Zeit dauern bis man sich im neuen Umfeld zurechtgefunden hat. Zum Beispiel muss man erstmal rausfinden, dass es günstiger ist bestimmte Produkte auf dem Wochenmarkt zu kaufen statt im Supermarkt. Ein Vergleich und ein Gespräch mit anderen erleichtert die Suche.

Die Kosten für die ersten Monate werden höher sein als normal, da viele „Einmal-Ausgaben“ anfallen. So muss vielleicht die Wohnung erst noch eingerichtet werden, Maklergebühren oder Kaution müssen bezahlt werden und vielleicht kaufst du dir auch ein Fahrrad, um langfristig Geld für öffentliche Verkehrsmittel zu sparen. Natürlich willst du auch deine neue Heimat erkunden und z. B. Museen besuchen. Hinzu kommen vielleicht noch Einrichtungsgebühren für den neuen Internet- oder Handyvertrag oder eine Startgebühr für das neue Fitnessstudio. Plane also lieber etwas mehr Geld ein, denn ein Plus auf dem Konto macht das Leben viel leichter als ein Minus. Es ist auch empfehlenswert am Anfang eine Liste mit allen Ausgaben zu führen. So weißt du, wie viel du pro Monat ungefähr brauchen wirst und kannst dich mit Ausgaben zurückhalten, falls das Geld doch mal knapp werden sollte.

Alte Verträge kündigen

Denk daran, bevor du umziehst alle Verträge fristgerecht zu kündigen. Internet- und Handyvertrag, die Mitgliedschaft im Fitnessstudio, Abos für Zeitschriften oder Fernsehsender – das alles kannst du wahrscheinlich nach dem Auswandern nicht mehr nutzen. Informiere dich deshalb gut im voraus wie die Kündigungsfristen sind.

Viel Erfolg und einen guten Start ins neue Leben wünscht workwide.de