10 Dinge die man vor dem Buchen eines One-Way-Flugs bedenken sollte

Gute Planung ist beim Auswandern unumgänglich. Die folgenden Punkte sollen helfen, den Aufenthalt in der neuen Wunsch-Heimat so stressfrei wie möglich zu machen.

Eine Kontaktperson in der neuen Heimat

Eine Kontaktperson vor Ort, die bei Schwierigkeiten mit Rat und Tat zur Seite stehen kann, ist Gold wert. Während lang bestehende Kontakte natürlich am angenehmsten sind, hilft es aber auch schon, wenn ein verantwortungsbewusster Kontakt direkt vor der Reise hergestellt wird. Einfach Bekannte und Freunde zu Vermittlern machen!

Gesundheit und Medizin

Der Krankenversicherungsschutz sollte wenn möglich vor der Abreise geregelt sein. Auch wichtig ist es, im Voraus sicher zu stellen, dass man benötigte Medikamente vor Ort erwerben kann oder Alternativen erhältlich sind. Sowohl die Rezeptpflicht als auch die Kosten für Medikamente variieren von Land zu Land! In jedem Fall ist es ratsam, einen gewissen Vorrat mitzubringen. Achtung: Einfuhrbestimmungen beachten.

Die Finanzen

Schon der Umzug kann unerwartet hohe Kosten mit sich bringen. Auch wenn man in ein möbliertes Zimmer oder Apartment zieht, müssen „Kleinigkeiten“ wie Wäscheständer, Bügeleisen, Mülleimer und Küchenutensilien angeschafft werden. Das häuft sich! Um die ersten Wochen stressfrei überbrücken zu können, sollte man einen  Puffer haben.

Betrügereien auf dem Wohnungsmarkt vermeiden

Im Idealfall hat man die zukünftigen vier Wände schon angemietet. Allerdings hat man weniger Kontrolle, wenn man nicht vor Ort ist, um diese vorher anzusehen.

Betrügereien auf dem Wohnungsmarkt sind weiter verbreitet, als man annehmen mag. Aus diesem Grund lohnt es sich, vorerst bei Freunden oder in einem Hotel unterzukommen und lokal nach dem Wunsch-Heim zu suchen. Sollte man die Traumwohnung jedoch vorab finden und anmieten wollen, schickt man am besten einen Bekannten vorbei, holt sich Referenzen ein und zahlt kein Geld im Voraus! Wenn dies unumgänglich ist, dann nur per Überweisung, niemals per Western Union oder ähnlichem! Als Faustregel gilt: Was zu gut aussieht um wahr zu sein, ist es in der Regel auch!

Andere Länder, andere Sitten

Um einen Fauxpas zu vermeiden, sollte man sich vor Abreise mit den Ländersitten bekannt machen. Auch hier sind Kontakte vor Ort von großem Vorteil. Schon die deutsche Direktheit kann in vielen anderen Ländern als Unfreundlichkeit missverstanden werden.

Google Maps ist bequem, aber nicht immer verlässlich

Der Routenplaner von Google Maps ist praktisch und bequem. Allerdings sollte man sich auch anderweitig über die wichtigsten Wege (etwa den ersten Weg vom Flughafen zum Hotel und zur Arbeit) informieren. In Metropolen wie z. B. London wechseln nicht nur die Fahrpläne sondern auch die Bus- und Zuglinien häufig. Google Maps ist nicht immer auf dem neusten Stand. Mit dem Stadtplan in der Hosentasche und dem Abgleich mit den aktuellen Fahrplänen auf den Internetseiten der entsprechenden Nahverkehrsunternehmen, erspart man sich unter Umständen viel Zeit und Frust.

Erreichbarkeit

Nicht nur wollen Freunde und Verwandte schnell wissen dass man gut angekommen ist – auch zum Rufen eines Taxis, dem Verschieben von Terminen bei Verspätungen, und vielem Weiteren, kann das Handy von Nöten sein. Wichtig ist, vorab mit dem Anbieter zu klären, wie es um die Vertragskonditionen im Ausland steht, um ggf. eine Erweiterung des Vertrages in Erwägung zu ziehen. Die Alternative ist, sich vor Ort im nächsten Laden eine Prepaid-Sim zu besorgen und mit der deutschen Simkarte auszutauschen. Beachte jedoch, dass dein deutsches Handy möglicherweise nur mit europäischen Simkarten funktioniert. Außerhalb Europas ist es gegebenenfalls notwendig sich vor Ort ein günstiges Handy zu kaufen, mit dem man zumindest telefonieren und SMS schreiben kann. Idealerweise hat man ein Handy für jedes Land.

Sicherheit

Im Ausland ist Sicherheit, gerade im Belang Taschendiebe, ausgesprochen wichtig. Es gilt in jeder Situation peinlichst darauf zu achten nicht auf dem Präsentierteller für Diebe zu liegen. Man bedenke nur die Situation in einem – zunächst fremden Land – ohne Identifikationspapiere zu sein. Leichtsinn lohnt sich nicht.

Die Sprache

Abgesehen von gutem Englisch, sollten natürlich immer die Grundlagen der Landessprache angeeignet werden. Man macht sich schneller beliebt, wenn man sich zumindest in der Landessprache bedanken und verabschieden kann. Es zeigt den Willen zur Integration. Ein Wörterbuch der Landessprache, zum Beispiel als App auf dem Handy, kann dir bei Verständigungsproblemen weiterhelfen.

Essen

Gerade Allergiker und Vegetarier/Veganer sollten sich über die Essgewohnheiten des Landes informieren und ggf. schon vorab per Google nach passenden Restaurants in der näheren Umgebung des neuen Zuhauses suchen. Bei schwerwiegenden Allergien ist es sicherlich auch angebracht, einen Snack dabei zu haben. Es gibt nur wenig Schlimmeres als nach einer langen Anreise völlig ausgehungert nach etwas Essbarem zu suchen.

Letztendlich ist man trotz aller Planung und guten Ratschlägen nie vor Überraschungen gefeit. Aus diesem Grunde braucht man Flexibilität und Anpassungsvermögen. Es ist schwierig bis unmöglich jedes Detail durchzuplanen. Überraschungen liegen in der Natur des Auswanderns. Wenn man diesen Aspekt als Teil des Abenteuers sieht, ist man gewappnet für die Reise!